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Lichte Wipfel im Schweizer Wald
 
 

umg.info 2001

Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung

Lichte Wipfel im Schweizer Wald
Bodenversauerung bleibt grösstes Langzeitrisiko

Bern/Birmensdorf (pte, 15. Januar 01) - Die Kronen der Schweizer Wälder haben sich im letzten Jahr so licht präsentiert wie seit 1985 nicht mehr. Dies zeigt der Sanasilva-
Inventurbericht der Eidgenössischen Forschungsanstalt WSL. Schuld am schlechten Zustand des Waldes sei nicht allein der Sturm Lothar, denn auch vom Sturm verschonte Gebiete sind von der sogenannten Kronenverlichtung betroffen.
 
Die Fachleute der Eidgenössischen Forschungsanstalt haben mittels Stichproben rund 1100 Bäume im Abstand von 16 Kilometern untersucht. Dabei haben sie nicht nur mehr betroffene Bäume gefunden, auch die Verlichtung hat gegenüber dem Vorjahr stark zugenommen. Da von Lothar verschonte Gebiete ebenfalls eine starke Kronenverlichtung aufweisen, schliessen die Forscher auf weitere Ursachen.
 
Ein möglicher Grund für die starke Verlichtung ist auch die ausgeprägte Frühjahrstrockenheit. Gefährdet sei der Wald langfristig durch die anhaltende Versauerung des Bodens. Diese macht die Bäume anfälliger für Trockenheit und Stürme.