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Riesenwellen an Verschwinden von Öltankern Schuld?
 
 

umg.info 2002

Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung

Riesenwellen an Verschwinden von Öltankern Schuld?
Forscher klären Mysterium mit Simulation

Wissenschaftler der Technischen Universität Berlin behaupten, dass so genannte Monsterwellen in der Höhe von 36 Metern für das Verschwinden von mehr als 200 Öltankern und Container-Schiffen in den vergangenen 20 Jahre verantwortlich sind. Ozeanographen der Technischen Universität Berlin haben dafür eigens eine computergestützte hydraulisch-betriebene Wellenmaschine entwickelt. In einem Spezialtank rekonstruierten sie einen Seegang, der ein 180 Meter langes Schiff in zwei Hälften brach. Derart hohe Wellen entstehen bei Sturm, wenn langsam bewegende Wellen von folgenden schnelleren Wellen aufgefangen werden. Die Wellen "stapeln" sich übereinander.
 
"Erstmals wurde in einem Wellenexperiment nachgewiesen, dass Monsterwellen physikalisch möglich sind und tatsächlich existieren", sagte der Leiter des Wissenschaftsteams, Günther Clauss. Für die Schiff- und Ölindustrie sei das Ergebnis ein Durchbruch, da nun mit dem Design von Strukturen begonnen werden könnte, das diesen Wellen widersteht (pte).