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umg.info 2003 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Kaffeesatz: Messgröße für Umweltverschmutzung
Schweizer Forscher sehen Vorteil in der chemischen Stabilität
von Koffein
Schweizer Forscher glauben in Koffein eine ideale Messgröße
für die Verschmutzung von Gewässern mit Haushaltsab- wässern
gefunden zu haben. Wissenschaftler um Ignaz Buerge von der Eidgenössischen
Forschungsanstalt für Obst-,Wein- und Gartenbau in Wädenswil
hatten bereits Erfolg mit der Methode: Sie wiesen nach, dass ungeklärtes
Abwasser in den Greifensee in der Nähe von Zürich gelangt
ist. Koffein, das über den Urin von Kaffeetrinkern und beim
Geschirrspülen in das Abwasser gelangt, eignet sich laut den
Schweizern besonders gut, da es chemisch stabil und daher detektierbar
ist. Laut Buerges Schätzungen geht das Äquivalent von
einer zehntel Tasse täglich direkt in den Ausguss.
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Koffein-Werte liefern eine grobe Schätzung über die
Menge an Haushaltsabwässern, die in den See gelang. Das Team
um Buerge ist aber nicht das Einzige, das im Kaffeesatz die Verschmutzung
in Gewässern mit Haushaltsabwässern liest.
Auch in den USA gewinnt Koffein als Marker für eine Wasser- kontamination
zunehmend an Bedeutung. Bislang nutzten Forscher häufig Fäkalbakterien
als Indikator für die Abwasser- Kontamination. Die Methode allein
ist aber wenig verlässlich, da die Bakterien auch von Nutz-
und Wildtieren stammen können (pte).
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