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umg.info 2004 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Lockstoff der menschlichen Blutsauger identifiziert
Forscher entschlüsseln chemischen Pfad der Moskitos
Wissenschaftler der Yale Universität sind dem chemischen Pfad
von Stechmücken auf die Spur gekommen. Demnach lässt ein
Botenstoff im menschlichen Schweiß die Moskitos potenzielle
Opfer bereits aus hunderten Metern Entfernung erkennen. Den Wissenschaftlern
ist es jetzt gelungen, diese chemische Substanz, die Moskitos anlockt,
zu identifizieren.
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Die Forschergruppe um den Molekularbiologen John Carlson hat nicht
nur die Spur des anlockenden Stoffes namens 4-Methylphenol identifiziert,
sondern auch den Rezeptor in den Nervenzellen der Stechmücke.
"Es ist das erste Mal, dass ein bestimmter chemischer Rezeptor
eines Moskitos entdeckt wurde, der auf menschliche Schweißinhaltsstoffe
reagiert", berichtet Carlson. Die Forscher haben den Rezeptor
AgOr1 genannt. Ein zweiter Rezeptor namens AgOr2 reagiert auf einen
anderen Bestandteil des Schweißes namens 2-Methyl- phenol. Die
Rezeptoren wurden nur bei weiblichen Mücken gefunden, da nur
diese menschliches Blut saugen. Carlson sieht in der Entdeckung
einen möglichen Schritt zur Entwick- lung neuer Medikamente,
Repellentien und Insektenfallen. Die Bekämpfung von Malaria,
übertragen von der Stechmücke Anopheles gambiae, steht
dabei im Mittelpunkt des Interesses. Die WHO schätzt, dass
jährlich mehr als 300 Mio. Menschen an Malaria erkranken, hervorgerufen
durch den Parasiten Plasmodium falciparium. Mehr als eine Mio. Menschen
stirbt jährlich an den Folgen der Krankheit. 90 Prozent der
Todesfälle passieren in Afrika (pte).
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