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umg.info 2001 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Great Barrier Reef durch Pestizide und Dioxine bedroht
Intensive Landwirtschaft gefährdet größtes Korallenriff
der Welt
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Nach
einem Bericht des Sydney Morning Heralds
wird vor der Küste Australiens das Great Barrier Reef, das
größte Korallenriff der Welt, langsam vergiftet. Die
Zeitung beruft sich auf eine Sammlung von 20 Studien, die jetzt
veröffentlicht wurde. Als Ursache gelten vor allem landwirtschaftliche
Betriebe wie Zucker- rohr-Plantagen und Rinderfarmen in Queensland
sowie die große Belastung mit Schwermetallen. Die UNO hat
das Great Barrier Reef Reef zur World Heritage Area erklärt.
Das Great Barrier Reef besteht aus über 3.000 einzelnen Riffen,
von denen die meisten zwischen 20 und 150 Kilometer vor der Küste
Australiens liegen, und erstreckt sich über 350.000 Quadratkilometer.
Vor allem die Gebiete, die näher der Küstenlinie liegen
sind durch Pestizide, Dioxine und Schwermetalle bedroht. So wiesen
alle zwischen Brisbane und Cairns untersuchten Krabben hohe Konzen- trationen
des Pestizids Dieldrin auf, die alle Grenzwerte für Wasserqualität
übersteigen.
In ihrem Bericht fordern die Studienautoren der Marine Park Authority,
der für das Great Barrier Reef zuständigen Nationalpark-Behörde,
einen radikalen Wandel in der Landwirtschaft in Queensland. Ansonsten
kann das Riff nicht länger geschützt werden. So sollten
keine weiteren Rodungen für landwirtschaftliche Betriebe im
Hinterland der Küste erfolgen sowie die Verwendung von Pestiziden
und Kunstdünger eingeschränkt werden. (pte, 17. Februar
01)
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