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umg.info 2001 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Globale Erwärmung lässt Meeresspiegel unterschiedlich
steigen
Kanadische Forscher untersuchen Schmelzverhalten an den Polen
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Jerry Mitrovica von der University of Toronto
hat mit seinem Team nun das Rätsel gelöst, warum die Meeresspiegel- Schwankungen
des letzten Jahrhunderts an den Küsten der Erde unterschiedlich
groß sind. Die globale Klimaerwärmung führt über
das Schmelzen des polaren Eises weltweit zu einer unterschiedlichen
Erhöhung des Meeresspiegels.
Dies haben sie bewiesen, indem sie das Wegschmelzen des Polareises
als "Fingerabdruck" der Meeresspiegel-Schwankung in einem
Computermodell simulierten. In der Fachzeitschrift "Nature "
erklärt der kanadische Geophysiker, dass sich die Eischmelze
der Antarktis deutlich anders auswirkt als die Eischmelze in Grönland
oder auf den Gletschern der Alpen.
"Wir können nicht nur nachweisen, um wieviel die Eiskappen
schmelzen, sondern auch, woher das Schmelzwasser kommt", so
der Wissenschaftler. Die bisherige Annahme, der Meeres- spiegel müsse
überall gleich steigen, sei falsch. Angenommen, das gesamte
Grönlandeis schmilzt, dann würde der Meeres- spiegel an
nahe gelegenen Regionen wie England eher Fallen und nicht steigen.
Denn der grönländische Eispanzer übt eine enorme
Anziehungskraft auf das Meer aus. Fällt das Eis weg, so sinkt
die Anziehungskraft und der Meeresspiegel in der Nähe, doch
der Meeresspiegel steigt dann auf der südlichen Halbkugel.
(pte, 22. Februar 01)
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