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umg.info 2003 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Kürzere Chromosomen-Enden bedeuten kürzeres Leben
Frauen haben um 3,5 Prozent längere Telomere
Seit langer Zeit vermuten Forscher, dass die Telomerlänge
in Zusammenhang mit dem Alterungsprozess von Zellen steht. Eine
direkte Verbindung zwischen den kleinen DNA-Teilchen, die Chromosomen-Enden
(Telomere) schützen, und der Lebensdauer des Menschen konnte
bislang aber nicht ein- deutig hergestellt werden. Jetzt haben Wissenschaftler
der University of Utah
bei der Untersuchung von 20 Jahre alten Blutproben festgestellt,
dass Menschen über 60 Jahre mit kürzeren Telomeren doppelt
so häufig in den nächsten 15 Jahren sterben, vor allem
an einer Herzerkrankung oder einer Lungenentzündung. Bei Frauen,
die tendenziell länger als Männer leben, waren die Telomere
um 3,5 Prozent länger als bei Männern des selben Alters.
Catherine Blackburn von der University of California/San Francisco
relativiert aber die Ergebnisse: Sie implizierten nicht unbedingt,
dass kürzere Telomere einen frühen Tod bedingen.
Telomere an den Enden der Chromosomen sichern deren Stabilität
bei der DNA-Replikation. Bei jeder Zell-Replikation verkürzen
sich die Telomere geringfügig. Bei gesunden Personen schrumpfen
Telomere bis ins höhere Alter nicht signifikant, da das Enzym
Telomerase eine Regeneration garantiert.
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Noch ist allerdings nicht gesichert, ob die Länge der Telomere
tatsächlich glaubwürdig die Lebensdauer vorhersagen kann.
Dies würde nämlich heißen, dass ein einfacher Bluttest
in weniger als sechs Stunden das Lebensalter bestimmen könnte,
berichtet der britische Independent
(pte).
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