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Hohe Wildbestände gefährden Heilpflanzen
Wilder Ginseng in Nordamerika bedroht
Wilder Ginseng, der von Quebec bis Georgia vorkommt, wird die kommenden 100 Jahre nicht überleben, wenn die Wild- bestände nicht deutlich zurückgehen. Gemäß Forschern der University of West Virginia sind die Rotwild-Populationen in den USA deutlich zu hoch. Zahlreiche Heilpflanzen sind dadurch bedroht, berichtet das Wissenschaftsmagazin Science.
Nicht nur in Ostasien, sondern auch in den USA wird Ginseng häufig als Heilmittel verwendet. Aber auch das Rotwild scheint diese Pflanze gern zu fressen. Das Problem ist dabei, dass Ginseng extrem langsam wächst. Forschungen haben gezeigt, dass eine Population aus mindestens 800 Einzelpflanzen bestehen muss, damit eine 95-prozentige Chance besteht, ein weiteres Jahrhundert zu überleben. Modelle mit Simulation steigender Rotwild-Dichte ergaben, dass die Zahl der Tiere um die Hälfte zurückgehen muss, um die Ginsengpopulation lebensfähig zu erhalten. Auch andere Pflanzen, insbesondere der Jungwuchs im Wald, ist durch die hohe Wilddichte gefährdet.
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