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umg.info 2002 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
US-Neurologen sind Geisteskrankheit von Mikronesiern auf der
Spur
Genuss von Fledermäusen führt zu Gehirnschäden
Der Verzehr von Fledermäusen ist für eine Geisteskrankheit
unter der Bevölkerung der mikronesischen Bevölkerung verantwortlich.
Das berichten Forscher in "Neurology".
Unter der lokalen Bevölkerung Mikronesiens gelten die Fliegenden
Füchse als besondere Delikatesse. Seit den späten siebziger
Jahren hat dies die Fledermaus-Population in Guam fast zum Aussterben
gebracht.
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Der Verzehr von Fledermäusen führte zu Lytico-Bodig,
einer sehr seltenen Geisteskrankheit, die Menschen scheinbar wach
und bei Bewusstsein sein lässt, in Wirklichkeit aber zu einer
völligen Abwesenheit bringt. Eine Heilung gibt es nicht. Die
Erkrankung ist auch in Teilen Japans und Papua Neuguineas bekannt
geworden. Die Fledermäuse ernähren sich auf Guam in erster
Linie von Palm-Samen, die das gefährliche Toxin Cycad enthalten.
Mit dem Aussterben der Flying Foxes auf der Insel und dem Import
von Fledermäusen aus Samoa, die sich nicht von Palm-Samen ernähren,
ging die gefährliche Krankheit zurück (pte, April 02).
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