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umg.info 2003 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Australien: 1.600 Arten vor dem Aussterben
Biologische Vielfalt des fünften Kontinents bedroht
Experten der australischen Regierung haben ein er- schütterndes
Bild der ökologischen Vielfalt des Fünften Kontinents
gezeichnet. 1.600 heimische Tiere und Pflanzen sind vom Aussterben
bedroht, berichtet der Sydney Morning Herald.
Schuld an der ökologischen Katastrophe haben die Menschen:
Rodungen für Siedlungen und Landwirtschafts- flächen haben
ihren Tribut gefordert.
Die Kosten, die zur Wiederherstellung der verwüsteten Regionen
aufgewendet werden müssten, sind enorm. Nach Schätzungen
der Experten liegen sie bei rund drei Mrd. Dollar. Damit könnten
aber nur die am schlimmsten betroffenen Gebiete wiederhergestellt
werden. "Ein Drittel aller seit dem Jahr 1600 ausgestorbenen
Säugetiere waren in Australien beheimatet", so ein Bericht
des National Land and Water Resources Audit.
Eine solche Zahl gebe es in keinem anderen Kontinent, argumentieren
die Experten. Insgesamt sind 346 Wirbeltiere, acht Wirbellose und
1.241 Pflanzenarten aktuell vom Aussterben bedroht, mehr als 3.000
Arten sind in Gefahr. 22 Prozent aller australischen Säuger
sind bereits für immer vom Fünften Kontinent verschwunden,
so der Bericht Aus- tralian Terrestrial Biodiversity Assessment 2002.
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Für Experten sei das Ergebnis der Berichte aber keinesfalls
eine große Überraschung: "Die Beziehung zur Umwelt
ist außer Kontrolle geraten", so Don Henry, CEO der Australian
Con- servation Foundation.
Entgegenwirken könne man nur mit einer kontrollierten Landrodung,
der Komplettierung der Nationalpark-Gebiete und dem Schutz der Regionen
Nord- Australiens (pte).
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