 |
|
|
umg.info 2003 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Asphaltstraßen ebnen Weg für Bioinvasoren
Schutzgebiete ohne Wege sind weniger bedroht
Befestigte Straßen sorgen für eine größere
Verbreitung von invasiven Pflanzen als unbefestigte. Zu diesem Schluss
kamen zwei unabhängig geführte Studien der University
of California in Davis.
Insgesamt haben invasive Gräser wie Trespen und Flockenblumen
mehr als 500.000 Quadratkilometer des ameri- kanischen Westens eingenommen.
|
|
Flocken- und Kornblumen (Centaurea sp.) sowie die Trespe Bromus
tectorum zählen zu den am häufigsten auftretenden Bioinvasoren.
Nach Ansicht der Wissenschaftler haben asphalt- ierte und befestigte
Straßen die Ausbreitung der artfremden Vegetation begünstigt.
Autos transportieren Samen von Pflanzen öfters über weite
Strecken. Jonathan Gelbard und Jayne Belnap vom US Geological Survey
haben auf Straßen entlang des Canyonland National Park in
Utah die Vegetation untersucht und verschiedene Pflanzen gefunden,
die nicht zur ursprünglichen Vegetation gehören. Diese
waren besonders häufig entlang von befestigten und asphaltierten
Straßen zu finden. Entlang unbefestigter Wege traten invasive
Pflanzen dagegen wesentlich seltener auf. In Gebieten, die 800 Meter
von der Straße entfernt waren, traten invasive Pflanzen wesentlich
seltener auf. Wissenschaftler sehen darin die Bestätigung,
dass Schutzgebiete unbedingt ohne Straßen erhalten werden
müssen. Davon profitieren nicht nur die gefährdeten Lebensräume,
sondern auch das Kulturland. Die Bekämpfung von invasiven Pflanzen
kostet dem Staat und den Bauern jährlich Unsummen (pte).
|
| |
|