Zur Startseite
 

 


Evolutionsstudienobjekt vom Aussterben bedroht -  Bioinvasoren bedrohen polynesische Landschnecken
 
 

umg.info 2003

Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung

Evolutionsstudienobjekt vom Aussterben bedroht
Bioinvasoren bedrohen polynesische Landschnecken

Eines der interessantesten Studienobjekte zu Evolutions- theorie, die polynesischen Landschnecken, fallen immer häufiger dem Tod durch Bioinvasoren zum Opfer, berichtet New Scientist. Von den 61 Arten der Gattung Patula sind in den vergangenen Jahren 56 ausgestorben. Studienobjekte der Evolutionstheorie wie die Landschnecken oder die Darwin- Finken auf den Galapagosinseln zählen zu den seltenen Ausnahmen im Tierreich.
Das Ende der Patula-Ära wurde aber bereits in den 70-er Jahren eingeleitet. Die absichtlich eingeführte rosige Wolfs- schnecke (Euglandina rosa) hätte nach Ansicht der Natur- schützer die ebenfalls eingeschleppte afrikanische Land- schnecke (Achatina fulica), die sich wie eine Pest über die Inseln ausbreitete, dezimieren sollen. Die Wolfsschnecken hatten aber andere Nahrungsmittel als die afrikanische Schnecke gefunden: Die Partula-Schnecken. "Ein lebendes Laboratorium wurde langsam dezimiert", so Paul Pearce-Kelly, Experte für ein Schutzprogramm der Landschnecken in London.
Insgesamt haben zwar 12 Partula-Spezies den Kampf ums Überleben gewonnen, allerdings nicht in freier Wildbahn, sondern nur in Gefangenschaft. Die anderen Spezies fielen den eingeschleppten Räubern zum Opfer (pte).
 
http://www.weichtiere.at