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umg.info 2003 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Bienen bestimmen Lernfähigkeit der Nachkommen
Temperatur ist Indikator für Kommunikationsfähigkeit
Wissenschaftlern der Universität Würzburg
ist es gelungen, die Ausbildung der Lernfähigkeit von Honigbienen
zu erfor- schen. Demnach hängen viele dieser Fähigkeiten
von der Temperatur im Brutnest ab, wo sich die Larven über
Puppen zu erwachsenen Bienen entwickeln. Die Forscher haben ihre
Erkenntnisse in den Proceedings of the National Academy of Sciences
(PNAS)
veröffentlicht.
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"Honigbienen können das Lernverhalten und die Kommuni- kationsfähigkeit
ihrer Nachkommen selbst bestimmen. Ent- scheidend dabei ist die Temperatur,
bei der sich die Bienen- puppen entwickeln", so Studienleiter
Jürgen Tautz, Zoologe an der Universität von Würzburg.
Eine Kolonie Honigbienen sammelt im Laufe eines Sommers Blütennektar
mit einem Energiegehalt von insgesamt fünf Mio. Kilo-Joules.
Um diese Arbeit möglichst effektiv erledigen zu können,
müssen die Tiere über hoch entwickelte Lern- und Kommunikationsfähigkeiten
verfügen wie etwa den Weg von Stock zur Blütenwiese zu
finden oder die unterschiedlichen Blütentypen zu erkennen.
Eine Kolonie verwendet etwa 40 Prozent der im Nektar steckenden
Energie, um das Brutnest auf eine mittlere Temp- eratur von 35 Grad
Celsius zu klimatisieren. "In Wirklichkeit stellt sich das
Brutnest aber wie eine Art Flickenteppich mit unterschiedlich temperierten
Brutbereichen dar", erklärt der Forscher. Die Forscher
haben untersucht, welche Folgen Temperaturunterschiede für
die Nachkommenschaft haben. In Brutschränken, in denen die
Temperaturen höchstens 34,5 Grad Celsius betrugen, entstanden
Bienen, die ihr angelerntes Wissen leichter vergessen und deren
Schwänzeltänze weniger wirksam waren. Bei 36 Grad entwickelten
sich die "klügsten Tiere" (pte).
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