 |
|
|
umg.info 2001 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Ökologische Randgebiete garantieren Biodiversität
Artenvielfalt und kultureller Reichtum durch Austausch
Eine der vielen Facetten von Ökosystemen ist die Tatsache,
dass es in Randgebieten von verschiedenen Zonen zur Bildung besonders
zahlreicher und vielfältiger Pflanzen- und Tierarten kommt.
In diesen Zonen entstand eine reiche Biodiversität. Nancy Turner
von der School of Environmental Studies an der University of Victoria
hat bei der Konferenz "Building Bridges with Traditional Knowledge" einige Beispiele von besonders artenreichen Gebieten Kanadas gezeigt.
|
|
"Sowohl Menschen als auch Flora und Fauna haben von diesem
Zusammentreffen verschiedener Landschaftstypen profitiert. Gemeint
sind dabei Gebiete, in denen Meeresküsten mit Flusslandschaften
zusammentreffen, Marschland und Feuchtbiotope auf Waldgebiete treffen
oder Grasland und Wälder in unmittelbarer Nähe liegen",
so Turner. Das treffe auch auf subalpine oder Hochgebirgslagen zu.
Das Gleiche gelte im Übrigen auch für die Menschen, die
dort siedelten und in Interaktion mit anderen Kulturen treten konnten.
"So gibt es zum Beispiel regen Austausch von Technik und Wissen
für die Jagd. Belegt ist das vom Stamme der Cree-Indianer,
die von den Inuit das Jagen von Seehunden gelernt haben. Umgekehrt
haben die Inuit von den Cree gelernt, wie die Jagd auf Gänse
erfolgreich verlauft."
Eingeborene, die in solchen Randgebieten leben, verfügen über
einen größeren Horizont und ein erweitertes kulturelles
Kapital, das ihnen auch dabei hilft eine größere Flexibilität
zu erlangen, so Turner. Beispiele gebe es in verschiedenen Gebieten
Kanadas, vom südlichen Teil British-Columbias zum Winnipeg-See
in Manitoba bis hin zur James Bay in Ontario (pte, Juni 01).
|
| |
|