Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Sturm im Bodensee
Forscher messen 40-Meter-Wellen
Während einer fünfwöchigen Messreihe im vergangenen
Herbst, die von Wissenschaftlern der Universität Stuttgart
durchgeführt wurde, tobte im Bodensee ein Sturm. Folgen hatte
der Wind in der Tiefe: Von dort schwappten über 40 Meter hohe
Wellen an die Oberfläche und zurück bis in eine Tiefe
von 80 Metern. Dieses Phänomen ist zwar von vielen Seen her
bekannt, im Bodensee jedoch noch nie so genau erfasst worden.Die
Daten sollen nun Grundlagen für einen besseren Schutz des Gewässers
sein, zum Beispiel wenn bei einem Unfall Schadstoffe austreten.
Die Wassermassen im bis zu 250 Meter tiefen Gewässer liegen
wie in den meisten Seen in ganz bestimmten Schichten. Im Sommer
werden die oberen 10 bis 20 Meter des Bodensees stark erwärmt.
Dieses Wasser ist jedoch arm an Nährstoffen. Vom tieferen,
kälteren und nährstoffreichen Wasser sind die oberen Lagen
durch die so genannten Sprungschicht getrennt. Ein Austausch zwischen
den Schichten findet bei ruhiger Wetterlage kaum statt.
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