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umg.info 2003 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Lawinen sorgen für Biodiversität
Schweizer Untersuchung zeigt erhöhtes Pflanzenwachstum
Nach einer Studie des Eigenössischen Instituts für Schnee-
und Lawinenforschung SLF
in Davos sind Lawinenhänge ökologisch besonders reichhaltig.
Je häufiger Lawinen auftreten, desto größer wird
die pflanzliche Diversität. Der Unterschied zeigt sich deutlich
im Vergleich zum umgebenden Wald.
Die aktuelle Studie des SLF zeigt, dass die Zerstörungskraft
der Lawinen für die Natur auch positive Aspekte aufweist, da
sie Standortbedingungen schafft, die einer ganzen Reihe von Pflanzenarten
und Pflanzengesellschaften überhaupt erst das Überleben
ermöglichen. Große, dominierende Bäume werden von
Lawinen umgeknickt. Als Folge erreicht in Lawinenzügen viel
mehr Licht den Boden als im angrenzenden Wald. Dadurch sind Wasser
und Nährstoffe reichlicher vorhanden. Die mech- anische Belastung
durch die Lawinen ist für kleine Pflanzen gering, da diese
durch die Schneedecke geschützt sind oder zum Teil elastisch
genug sind, um sich den Schneemassen zu beugen.
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In Lawinenhängen herrschen auf engem Raum unterschied- liche
Umweltbedingungen, da die Belastungen im Zentrum der Lawinenzüge
größer sind als auf den Seiten. Dadurch ist die biologische
Vielfalt dementsprechend hoch. Viele verschiedene Arten finden passende
Lebensbedingungen. Lawinenzüge, in denen jährlich Lawinen
zu Tale stürzen, beherbergen rund dreimal mehr Arten als der
angrenzende Wald (pte).
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