 |
|
|
umg.info 2001 |
Akutelles aus Wissenschaft und Forschung |
Klimaveränderungen hinterlassen Spuren in Europa
Globales Wassermodell zeigt Zunahme von Jahrhundert- hochwassern
|
|
Der Klimawandel wird auch an Europa nicht spurlos vorüber- gehen,
wie ein globales Wassermodell der Universität Gesamthochschule
Kassel zeigt. Forscher des Zentrums unter der Leitung von Joseph
Alcamo betonen, dass die Vorreiter- rolle, die die Europäische
Union bei den Klimaschutzver- handlungen in Bonn spielte, eine Lebensnotwendigkeit
gewesen sei. Denn aufgrund des Klimawandels in einigen Regionen
Europas könnten Jahrhunderthochwasser und -dürren bereits
alle 50 Jahre auftreten.
Die Ergebnisse von Modellrechnungen für das Jahr 2075, bei
einem Szenario mit ungebremstem CO2-Anstieg, zeigten für den
Norden und Osten Europas, dass so genannte Jahr- hunderthochwasser
doppelt so oft auftreten wie bisher. Betroffen von diesen ansteigenden
Hochwasserhäufigkeiten sind rund 30 Prozent der Landfläche
Europas, in denen in Folge auch die Überschwemmungsgefahr steigt.
Für weite Teile des südlichen und östlichen Europas
muss dagegen mit häufigeren Trockenperioden gerechnet werden.
Rund 40 Prozent der Fläche Europas sind damit von einer zunehmenden
Gefahr von Dürren betroffen.
Ein weiteres Projekt der Uni befasste sich mit den Wechsel- wirkungen
zwischen der Reduktion von Treibhausgas- emissionen und der Emission
luftverschmutzender Gase wie Schwefeldioxid (SO2). Es zeigte sich,
dass die Verminderung der Treibhausgase wie CO2 eine verminderte
Freisetzung sauer reagierender Gase zur Folge hat. Dies bewirke
wiederum, dass Waldökosysteme durch die Eindämmung von
Treibhausgasemissionen entscheidend vor einer Versauerung geschützt
würden. Dadurch könnten die internationalen Vorgaben zur
Reduktion von SO2-Emissionen kostengünstiger erreicht werden
(pte, Juli 01).
|
| |
|