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umg.info 2003 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Flora und Fauna in Südostasien bedroht
Drei Viertel der Regenwälder werden 2100 verschwunden sein
Die Zahl der vom Aussterben bedrohten Arten ist in keinem Teil
der Welt größer als in Südostasien. Zu diesem Schluss
kommen Wissenschaftler in Nature.
Bis 2100 werden 75 Prozent des Regenwaldes in Südostasien
verschwunden sein, berichtet BBC-Online.
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Als Beispiel wird der Stadtstaat Singapur erwähnt, wo 95 %
der Lebensräume für wildlebende Arten seit 1819 zerstört
wurden. Auch das benachbarte Malaysia leidet unter Rodungen und
massiven Verlusten. Südostasien ist für die Biodiversität
der Erde ein "Hotspot", denn in diesem Gebiet ist die
biologische Vielfalt besonders reichhaltig. Am schlimmsten betroffen
sind Arten der Wälder. Der Anteil von Regenwäldern in
Singapur beträgt heute nur noch 0,25 Prozent der Gesamt- fläche.
"Wenn alle Regenwälder in Südostasien in dieser Geschwindigkeit
verschwinden, werden bis zum Ende des Jahrhunderts 40 Prozent aller
Spezies der Region ausge- storben sein", schreiben die Experten.
Mindestens die Hälfte dieser Arten ist in dieser Region endemisch.
Die Forscher wollen mit der Aufklärung über den Verlust
der Arten aber auch Nachbarländer vor der drohenden Gefahr
warnen. Denn nach Schätzungen der Experten werden bis 2100
74 Prozent der Wälder verschwunden sein. Dies wird zwischen
13 und 42 Prozent aller wildlebenden Arten ausrotten. "Das
ist angesichts der Tatsache, dass so große Flächen des
Waldes verschwinden, eine realistische Zahl", meint Caroline
Pollock vom IUCN-Red-List-Programme
(pte).
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