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umg.info 2001 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Grüne Dächer sparen Energie
Richtiger Dachaufbau und Bepflanzung ist entscheidend
Gründächer können im Sommer vor Hitze und im Winter
vor Kälte schützen. Große Mengen an Heizenergie
lassen sich aber nur einsparen, wenn die Erdschicht des Dachs ausreichend
dick ist und die richtigen Pflanzen darauf wachsen. Empfehlenswert
ist demnach ein Magersubstrat von 14 bis 16 Zentimeter Dicke auf
dem Dach sowie ein dichter Bewuchs durch Wildgräser wie Rot-
und Schafschwingel und Wiesenrispe. Für die Dachränder
empfehlen sich Thymian-Sorten.
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Wissenschaftler hatten für die Dauer von sechs Monaten ein
Gründach mit 15 Zentimeter Leichtsubstrat und einem dichten
extensiven Bewuchs durch spezielle Wildgräser näher untersucht.
Wie die Forscher feststellten, betrug der Wärme- verlust durch
den Baukörper dank des Grasdaches nur drei Fünftel des
üblichen Wertes. 40 Prozent des sogenannten Transmissionswärmeverlusts
durch Wände und Baukon- struktion ließ sich einsparen.
Da Heizungsanlagen auf minus 15 bis minus 20 Grad ausgelegt sein
müssen, im Dachbereich aber minimal null Grad auftreten, wären
billigere und kleinere Heizungsanlagen ausreichend. Bei einem Gründach
mit dem üblichen Aufbau von nur acht bis zwölf Zentimeter
Substrat und weniger dichter Vegetation aus Wildkräutern, Wildgräsern
und Sedum ist die Energieeinsparung wesentlich geringer.
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