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Amazonien: Lianen ersticken Dschungel
 
 

umg.info 2002

Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung

Amazonien: Lianen ersticken Dschungel
Dominanz von Schlingpflanzen durch CO2-Zunahme

Schlingpflanzen übernehmen in den südamerikanischen Regen- wäldern von Peru, Bolivien und Peru die Oberhand, berichtet ein internationales Forscherteam in Nature. Der Grund für das rasche Wachstum der Lianen dürfte in der Zunahme von CO2 liegen.
Innerhalb der vergangenen 20 Jahre hat sich die Zahl der Lianen im Vergleich zu den Bäumen um bis zu fünf Prozent gesteigert. "Damit ist das ökologische Gleichgewicht des Waldes gefährdet", so der Forschungsleiter Oliver Phillips vom Centre for Biodiversity and Conservation an der School of Geography der Universität von Leeds. Die Lianen erdrücken die Bäume förmlich, unterdrücken ihr Wachstum und verhindern das Aufkommen von jungen Sprossen. Dadurch verändert sich auch die Aufnahme von CO2 durch den Dschungel. Nach Ansicht der Wissenschaftler trägt der steigende CO2-Gehalt zum besseren Wachstum der Schlinggewächse bei. Die Forscher befürchten, dass das Ungleichgewicht in weiterer Folge Einflüsse auf das Weltklima haben wird (pte).