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umg.info 2002 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Tintenfische nehmen die Meere ein
Australische Forscher: Kopffüsser haben Menschen bereits überholt
Australische Forscher haben festgestellt, dass Tintenfische zu
den großen Gewinnern der ökologischen Katastrophe in
den Meeren gehören. Sie haben den Menschen in Bezug auf die
gesamte Biomasse bereits überholt und brauchen mehr Platz auf
dem Planeten als wir. Das berichtet das australische Wissenschaftsmagazin
Australasian Science.
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"Die unerwartete Spezies scheint den Planeten einzunehmen.
Die Tintenfische fressen alles, was sich ihnen im Weg stellt und
wachsen bis sie sterben", meint George Jackson vom Institute
of Antarctic and Southern Ocean Studies in Tasmanien. "Die
Tiere scheinen unsere ökologische Katastrophe zu lieben",
meint der Forscher, der hinzufügt, dass die Überfischung
der Meere und die globale Erwärmung mitverantwortlich für
die Invasion der Tintenfische sind. Aber nicht nur die Gewässer
rund um Australien werden von den Kopffüssern (Cephalo- poden)
heimgesucht: Mit Ausnahme des Nordost-Antlantiks berichten Forschungsstationen
um den ganzen Globus über das extreme Auftreten der Tiere.
Dabei scheinen die Tinten- fische jene Regionen zu bevorzugen, die
bereits vollständig leer gefischt wurden und daher nicht mehr
Ziel von Fangflotten sind. Denn die Bodenfische und bodennahe lebende
Fische sind jene, die den Tintenfischen das Leben schwer machen.
Dazu zählen etwa Flunder, Heilbutt, Dorsch, Meerhecht, Meerbarbe,
Rotbarsch, Haie und Rochen. "Es gibt kaum mehr Wissenschaftler
auf der Welt, die behaupten, dass das Phänomen nicht universell
ist", so Daniel Pauly, Professor am Fisheries Center of the
University of British Columbia in Kanada (pte).
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