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umg.info 2003 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Naturschutzgebiet gegen Offshore-Windpark
Umweltschützer wollen Anlagen verhindern
Heftige Kontroversen gegen einen geplanten Offshore- Windpark vor
der Insel Sylt haben der Deutsche Naturschutz- bund
und der Bund für Umwelt- und Naturschutz erhoben: Die beiden
Umweltorganisationen wollen den Bau der Offshore- Anlage mit allen
Mitteln verhindern. Grund dafür: Der Windpark liegt in einem
ausgewiesenen Schutzgebiet für Wale und Seevögel.
Nach Angaben des deutschen Windenergieinstituts
stehen derzeit 14.283 Windturbinen in der Bundesrepublik, die eine
Leistung von rund 13.000 MW erzeugen. Etwa 45.000 Menschen sind
in dem Industriezweig tätig, der jährlich 3,5 Mrd. Euro
umsetzt.
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Frank Musiol, Experte für Klima und Energie beim Natur- schutzbund
(NABU):
"Grundsätzlich tritt der NABU für den Ausbau erneuerbarer
Energien ein. Allerdings handelt es sich hier um ein als besondere
Schutzzone ausgewiesenes Gebiet, das Schweinswalen und zwei auf
der roten Liste stehenden Vogelarten wertvollen Lebensraum bietet".
Unter 20 geplanten Offshore-Parks befinden sich etwa drei oder vier
Schutz- gebiete, die ähnlich wie das Projekt vor Sylt vom NABU
ver- hindert werden sollen. "Der Nabu vertritt eine klare Linie:
Ja zu Offshore-Windparks außerhalb von Schutzgebieten. Es
scheint aber relativ klar zu sein, dass Windanlagen Vögel beim
Brüten stören". Zusätzlich falle das Gebiet
als Schutzzone unter die Flora-und-Fauna-Habitat-Richtlinie der
EU. "Auch Windparks müssen dort gebaut werden, wo die
Störung am geringsten ist", fordert Musiol (pte).
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