 |
|
|
umg.info 2002 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Erosionen lassen Berge nicht schrumpfen
Erdplatten drücken Berge nach oben
Geologen und Erdforscher haben jetzt beweisen können, warum
Berge durch Erosionen nicht kleiner werden. Erdplatten drücken
Gebirgsketten beständig nach oben und Gebirge werden trotzdem
nicht höher oder breiter, berichtet ein inter- nationales Forscherteam
in Science.
|
|
Das Wachstum der Berge wird einzig und allein durch ver- schiedene
Erosionskräfte wie Wind, Regen oder Erdrutsche konstant halten.
Auch Flüsse, die sich durch diese aktiven Berge schneiden,
sind mit für den Wachstumsstopp verant- wortlich. Im östlichen
Zentralgebirge in Taiwan untersuchten die Geologen um Rudy Slingerland
am Fluss LiWu die Vor- gänge, die vermutlich das Bergwachstum
hemmen, berichtet die Nachrichtenagentur ddp. Dazu haben sie die
Höhe des Flussbettes genau vermessen und Veränderungen
über zwei Jahre lang beobachtet. "So konnten wir feststellen,
wie schnell das Wasser den felsigen Untergrund des Flussbettes abtrug",
so Slingerland von der State University in Pennsylvania.
Der Fluss schneidet die Berge genau in dem Maße ab, wie sie
in die Höhe streben, fanden die Forscher heraus. Allerdings
sind es nicht tobende Wassermassen, die den Berg am Wachsen hindern,
sondern winzige Schwebstoffe, die nach Angaben des Forschers wirken
wie ein Sandstrahl, der die Fassade eines Gebäudes abschmirgelt
(pte).
|
| |
|