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umg.info 2001 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Apostel Lukas genetisch analyisiert
Evangelist höchstwahrscheinlich Syrer und kein vertauschter
Grieche
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Ein internationales Biologenteam hat mittels DNA-Analyse die vermutliche
Leiche des Apostel Lukas untersucht. Demnach ist das Skelett in
der Basilica St. Justina in Padua mit hoher Wahrscheinlichkeit der
Evangelist und nicht wie vermutet wurde, ein vertauschter Leichnam
aus Griechenland, wie New Scientist
berichtet. Den genetischen Analysen zufolge stammt der Tote aus
Syrien, wo Lukas laut historischen Quellen rund 65 nach Christus
geboren wurde.
Für die DNA-Analyse entnahmen die Forscher der Universitäten
von Florenz, Ferrara, Genf, Rom, Padua und Kalabrien dem Leichnam
zwei Zähne. Um die Frage zu beantworten, woher der Körper
stammt, verglichen die Wissenschaftler unter der Leitung von Guido
Barbujani die Erbinformationen in den Mitochondrien zeitgleich lebender
Griechen, Syrer und Byzantiner. Eine 100-prozentige Garantie gebe
es allerdings nicht, dass der Leichnam nicht byzantinischer Herkunft
ist.
Der Verfasser des Lukas-Evangeliums wurde in Syrien geboren und
nach seinem Tod im Jahr 150 nach Christus 84-jährig in Griechenland
begraben. Rund 300 nach Christus kam es zur Überführung
der Leiche nach Konstantinopel, dem heutigen Istanbul. Die endgültige
Grabstätte war allerdings vor rund 1.000 Jahren Padua. Wissenschaftler
vermuteten lange Zeit, dass die Leiche nach dem Tod in Griechenland
durch einen Einheimischen ersetzt wurde (pte, Oktober 01).
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