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umg.info 2003 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Grüner Tee gegen HIV ?
Epigallocatechingallat verhindert Verbindung mit T-Zellen
Wissenschaftler der University of Tokyo
haben nachge- wiesen, dass ein Bestandteil des grünen Tees verhindern
kann, dass HIV sich mit menschlichen T-Zellen verbindet. Das am
reichlichsten in diesem Tee vorhandene Catechin Epigallocatechingallat
(EGEC) blockierte in Labortests die Verbindung von HIV mit den CD4
Molekülen der T-Zellen. Diese Moleküle spielen eine wichtige
Rolle beim Infektionsprozess. EGEC zeigte eine starke Affinität
für das CD4 Molekül. Durch ihre Verbindung wurde HIV an
der Bindung gehindert. Diese Ergebnisse eröffnen neuen Möglichkeiten
für die klinische Anwendung von EGEC.
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Es wird davon ausgegangen, dass EGEC für die positiven Wirkungen
des grünen Tees auf die Gesundheit verantwortlich ist. Bereits
in der Vergangenheit haben Studien Hinweise darauf geliefert, dass
grüner Tee bei einer ganze Reihe von Erkrankungen wie Krebs
und Herzleiden einen positiven Effekt haben kann. Das Team um Kuzushige
Kawai betont jedoch, dass das Teetrinken allein keinen Schutz gegen
das Virus bietet. Weitere Tests seinen notwendig, um zu erforschen,
ob EGEC bei der Entwicklung neuer Medikamente gegen HIV eine Rolle
spielen wird. Die im Journal of Allergy and Clinical Immunology
veröffentlichte Studie ist die erste, die einen direkten Zusammenhang
zwischen dem Catechin des grünen Tees und HIV herstellt (pte).
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