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umg.info 2003 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Schmetterlinge als Opfer des Klimawandels
Massensterben vom Monarch-Faltern durch veränderte Niederschläge
Monarch-Falter werden nach Angaben von Wissen- schaftlern der Universitäten
von Kansas und Minnesota die kommenden 50 Jahre nicht überleben.
Grund dafür ist die Änderung der Niederschläge in
dem von den Schmetterlingen bevorzugten Winterquartier in den Oyamel
Wäldern in Mexiko.
Monarch-Falter (Danaus plexippus) haben einen sehr komp- lexen Lebenszyklus.
Die Paarung der Schmetterlinge findet jeden Sommer östlich
der Rocky Mountains statt. Die Falter fliegen zum Überwintern
bis weit nach Zentralmexiko. Das kühle aber trockene Klima
in Mexiko bietet den Schmetter- lingen optimale Lebensbedingungen.
Seit Jahrhunderten feiern die Mexikaner das Fest der Toten, wenn
die Monarch-Falter ankommen. Nach Angaben der Wissenschaftler im
Fach- magazin Proceedings of the National Academy of Sciences PNAS
ist das Leben der Insekten aber äußerst
fragil. Schon geringe Temperatur- und Niederschlagsänderungen
können sich negativ auswirken. Im Februar 1992 hat ein einziger
Sturm 82 Prozent einer Falter-Kolonie vernichtet.
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Neben den Veränderungen des Klimas machen auch andere Umweltfaktoren
das Leben der Schmetterlinge schwer. Insbesondere die Rodung der
Wälder zur Schaffung neuer Landwirtschaftsgebiete verringern
den natürlichen Lebens- raum. Bis heute ist den Wissenschaftlern
nicht klar, wie die Falter es schaffen die gewaltigen Distanzen
mit Präzision zu überwinden. Die Forscher fürchten,
dass die Schmetterlinge noch vor der wissenschaftlichen Erklärung
ausgestorben sein könnten. Den Schmetterlingen droht das gleiche
Schicksal wie den Amphibien. Diesen macht aber das Ausbleiben von
Niederschlägen schwer zu schaffen (pte).
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