|
 |
 |
|
|
umg.info 2003 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Wasserreserven Europas unter Druck
Zwei Drittel der EU-Staaten schützen Feuchtbiotope zu wenig
Die Bestrebungen von 23 europäischen Ländern, Feucht- biotope
und damit Süßwasser-Ökosysteme sauber zu halten,
sind nach Angaben des WWF Belgien
in zwei Drittel der europäischen Staaten nicht ausreichend.
Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die von der Umweltorganisation
vorgestellt wurde. Schuld an der Misere sind Politiker, intensive
Land- wirtschaft und die Ausbreitung von urbanen Gebieten.
"Exzessiver Wasserverbrauch ist auch ein europäisches
Problem", so Studienautor Lucia de Stefano. 70 Prozent der
europäischen Regierungen haben trotz EU-Auflagen bis jetzt
keine oder zumindest keine ausreichenden Anstrengungen unternommen,
die Süßwasserreserven und Wasserwege zu reinigen oder
gegen deren Verschmutzung Schritte zu unter- nehmen. Die Studie hat
alle 15 EU-Staaten und acht Nachbar- länder und ihre "Wasserpolitik"
untersucht. Nur drei Staaten haben mit der Implementierung des EU-Gesetzes
zur Rein- haltung von Flüssen und Seen begonnen.
|
|
Am schlimmsten wird die Lage in Italien, Spanien und Griechen- land
beschrieben. Diese Staaten tragen zur Verschmutzung des Mittelmeers
auch am meisten bei. Dämme, Deiche und Umleitungsprojekte sind
für die mangelhafte Wasserqualität und für die rasche
Verwüstung von halb Spanien verant- wortlich. Auch die Staaten
Kroatien, Irland, Lettland und Portugal werden in der Studie negativ
zitiert. Die beste Bewertung gab es für Finnland, Frankreich,
Schweden, die Schweiz und Belgien. Dort gibt es umfangreiche Gesetze
zur Erhaltung der Feuchtbiotope, dem Schutz vor Hochwasser und andere
Umweltgesetze, die die Trinkwasserreserven schützen (pte).
|
| |
|
|