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umg.info 2002 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Invasive Arten bedrohen die Biodiversität
Forscher warnen vor verantwortungsloser Haltung bei fremden Spezies
Die meisten Tierarten, die in der Vergangenheit nach Mittel- europa
eingeführt oder eingeschleppt wurden, haben keine ökologischen
Probleme verursacht. Es gibt aber auch in Mitteleuropa zahlreiche
Ausnahmen. Als "invasive gebiets- fremde Arten" werden Organismen
bezeichnet, die in ihrem angestammten Herkunftsgebiet durchaus unauffällig
sind, sich in neuer Umgebung stark ausbreiten, heimische Arten verdrängen
und ganze Ökosysteme verändern. Meist handelt es sich
um flexible, anpassungsfähige Spezies, die in ihrem neuen Lebensraum
keine natürlichen Feinde haben. Weltweit gibt es viele Beispiele
für invasive Arten, und angesichts globaler Handelsströme
und zunehmender Mobilität tritt das Problem immer stärker
in Erscheinung.
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Ein Beispiel für Pflanzenschädlinge ist der mit Holz
aus Nord- amerika eingeschleppte Pilz Ophiostoma novo-ulmi. Er ist
der Erreger des Ulmensterbens und hat sich in Mitteleuropa in den
letzten drei Jahrzehnten rasant verbreitet und zum Absterben ganzer
Ulmenbestände geführt. "Der Asiatische Laubholz- Bockkäfer
(Anoplophora glabripennis), dessen Larven im Holz gesunder Laubbäume
leben und sie zum Absterben bringen, könnte eventuell ein weiterer
aggressiver Bioinvasor sein", so der Wissenschaftler. In Amerika
konnte sich der aus China stammende Käfer bereits ansiedeln,
in Österreich und Deutschland wurde er in den letzten beiden
Jahren nur vereinzelt gefunden (pte).
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