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umg.info 2003 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Kühlschränke begünstigen Darmentzündungen
Zusammenhang zwischen Morbus Crohn und Eiskästen
Französische Mediziner haben im Wissenschaftsmagazin
The Lancet
eine Theorie publiziert, wonach die chronischen Darm- entzündungen
mit der weitreichenden Einführung von Kühl- schränken
einhergegangen sein sollen. Diese Entzündungen, auch als Morbus
Crohn bezeichnet, werden von kälteliebenden Bakterien ausgelöst.
Die Forscher betonen aber, dass Kühl- geräte dennoch mehr
Vorteile als Nachteile bieten.
Psychotrophe Bakterien, die sich auch bei niedrigen Tempera- turen
vermehren, sollen für die Zunahme der Entzündungs- krankheit
im 20. Jahrhundert verantwortlich sein. Die Krankheit Morbus Crohn
habe sich ähnlich schnell ausgebreitet, wie die Zahl der Kühlschränke
gestiegen ist.
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Besonders die Bakterientypen Yersinia und Listeria kommen als Haupterreger
in Frage. Im Gegensatz zu vielen anderen Typen vermehren sich diese
auch bei sehr niedrigen Temperaturen und finden sich sowohl in vielen
typischerweise im Kühlschrank aufbewahrten Lebensmitteln als
auch im Darm bei Morbus Crohn-Kranken. Yersinien und Listerien finden
sich in Rind- fleisch, Schweinefleisch, Hühnerfleisch, Würsten,
Hamburgern, Käse und Salat.
Die Forscher betonen jedoch, dass die Kühlung von Lebens- mitteln
zu einer ausgewogenen Ernährung und zur Ein- dämmung anderer
zum Teil viel gefährlicheren Erkrankungen beigetragen haben.
Dabei überwiegen die Vorteile eindeutig (pte).
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