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Revitalisierung des Grebauer Mooses
 
 

Revitalisierung des Grebauer Mooses

Gemeinsame Anstrengungen für einen gefährdeten Lebensraum

In Bezau im Bregenzerwald liegt das Grebauer Moos, ein Hoch­moor, das in den 1960er Jahren systematisch entwässert wurde. Allerdings funktionierten die Entwässerungen nicht wie geplant, weshalb etliche Flächen weiterhin extensiv als Streu­wiesen genutzt wurden. Seit Mitte der 1990er Jahre hatte sich die Marktgemeinde bemüht, das Feuchtgebiet zu erhalten: Die Pflanzenwelt wurde kartiert und der Bodenaufbau beschrieb­en. Regelmäßig werden Grundwasserstandsmessungen durch­geführt, und mit einigen Landwirten wurde die extensive Nutzung vertraglich vereinbart. In einer pollenanalytischen Untersuchung konnte die Landschaftsgeschichte der vergang­enen 2600 Jahre rekonstruiert werden. In Zusammenarbeit mit der Agrarbezirksbehörde des Landes Vorarlberg gelang es schließlich, durch eine Flächenzusammenlegung eine über 4 ha große Kernzone mit ausschließlich extensiver Nutzung zu schaffen. Die Drainagerohre wurden abgetrennt, um hohe Grundwasserstände zu erhalten.
 
Grabher, M. (1995): Revitalisierung des Grebauer Mooses. - Im Auftrag der Marktgemeinde Bezau.
 
Grabher, M. (1997): Beschreibung von Bodenprofilen und Ein- richtung von Grundwassermesspegeln im Grebauer Moos in Bezau. - Im Auftrag der Marktgemeinde Bezau.
 
Tschisner, C. (2001): Pollenanalytische Untersuchungen zur Vegetationsgeschichte von Bezau anhand des Profiles Grebauer Moos.

 
 

Das Grebauer Moos liegt am Talboden nahe des Ortszentrums von Bezau. Die ökologischen Verbesserungen werden mit den Grundeigentümern vor Ort besprochen. Übersicht über das Grebauer Moos mit dem neuen Bewirtschaftungsweg nach der Flächenzusammenlegung. In der neu geschaffenen Kernzone werden über 4 ha ausschließlich extensiv als Streuwiesen genutzt.
Durch die Abtrennung der Drainagerohre sollen nasse Bodenverhältnisse erhalten werden. Im Jahr 2007 konnte der Rundblättrige Sonnentau erstmals nach 20 Jahren wieder beobachtet werden.