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Kartierung der Landnutzung im Talraum des Vorarlberger Rheintals
 
 

Kartierung der Landnutzung im Talraum des Vorarlberger Rheintals

Grundlage für öko-
logische Planungen
Im Auftrag des Vorarlberger Naturschutzrates wurde die Land- nutzung im Talraum des Rheintals parzellenscharf erhoben. Intensivgrünland ist die dominierende Nutzungsform. Streu- wiesen mit einem Flächenanteil von knapp 9 % am Freiraum – insgesamt über 1000 ha – sind für ein dicht besiedeltes und intensiv genutztes Tal aber besonders bemerkenswert. Bis heute sind diese Streuwiesen Lebensraum für eine bedrohte Flora und Fauna geblieben. Dies darf nicht darüber hinweg täuschen, dass in den vergangenen Jahrzehnten viele Arten teilweise dramatische Bestandseinbußen erlitten haben. Für die Zukunft sind möglichst große unzerschnittene Landschafts- räume zu erhalten, in denen auch naturnahe Nutzungen Platz haben.

UMG Umweltbüro Grabher (2005): Kartierung der Land- nutzung im Talraum des Vorarlberger Rheintals. Eine Grund- lage für ökologische Planungen, Bewertungen und ein Land- schaftsmonitoring. - Im Auftrag des Vorarlberger Natur- schutzrates.
Zusammenfassung und Inhaltsverzeichnis (0,1 MB)
Textteil (1 MB)
Anhang, Teil 1 (3 MB)
Anhang, Teil 2 (3,4 MB)

Weitere Links:
Grabher, M. (2005): Wiesenvegetation im Vorarlberger Rheintal. Neujahrsblatt der Naturforschenden Gesellschaft in Zürich 208 auf das Jahr 2006 (Der Rhein - Lebensader einer Region): 184-190. pdf 4,6 MB
Naturschutz im Rheintal

 
 
Das Rheintal ist die am dichtesten besiedelte Landschaft Vorarlbergs. Obwohl Verkehrsflächen nur einen geringen Flächenanteil einnehmen, haben sie aufgrund ihrer Barrierewirkung große Auswirkungen vor allem für Wildtiere. Die dominierende Nutzungsform im Rheintal sind Intensivwiesen, meist artenarme Raygraswiesen. Die Verteilung der Ackerflächen ändert sich von Jahr zu Jahr, da etliche Flächen als Wechselwiesen bewirtschaftet werden. Silomais dominiert, Getreide- und Rapsanbau ist nur lokal häufig.
Wenig intensive Wiesen sind oft Feuchtwiesen, auf denen die Bodennässe eine intensivere Nutzung unmöglich macht. Artenreiche, wenig intensive Wiesen auf trockenen Böden sind im Rheintal selten und vor allem südlich des Kummenbergs erhalten. Obstwiesen liegen oft am Siedlungsrand. In vielen Fällen sind die Flächen als Wohn- oder Baumischgebiet gewidmet. Mittel- bis langfristig werden daher zahlreiche Flächen verschwinden. Mit über 1000 ha werden heute noch knapp 9 % des Rheintals als Streuwiesen bewirtschaftet – ein bemerkenswert hoher Anteil. Die Wiesen werden nicht gedüngt und nur einmal im Herbst oder Winter gemäht.
Streng genommen werden Röhrichte und Großseggenbestände nicht genutzt und sind eigentlich gar nicht Teil einer Nutzungskartierung. Vor allem am Bodensee, im Rheindelta, sind Schilfröhrichte und Steifseggensümpfe großflächig vorhanden, kleinflächiger auch südlich davon wie hier am Alten Rhein bei Lustenau.