Zur Startseite
 

 
 
 
Facebook  Twitter  YouTube
Instagram


Feuchtgrünland und Storchenlebensräume
 
 

Feuchtgrünland und Storchenlebens- räume

Interreg-Projekt im Schweizer Ried
Ziel des Interreg III A-Projektes „Feuchtgrünland und Storch­enlebensräume“ ist die Erhaltung und Wiederherstellung von Feuchtlebensräumen im Alpenrheintal und in Oberschwaben. An dem EU-Projekt, das von 2005 bis 2008 dauert, sind die Länder bzw. Kantone Baden-Württemberg, St. Gallen, Vorarl­berg und Liechtenstein beteiligt. UMG ist für die Koordination der Maßnahmen und das Monitoring im Schweizer Ried ver­ant­wort­lich. Trotz des Namens liegt das Schweizer Ried östlich des Alpenrheins und somit in Österreich. Der Grundeigentümer – die Ortsgemeinde Au – bemüht sich seit Jahren, die Ried­landschaft als Lebensraum für die charakteristische Pflanzen- und Tierwelt aufzuwerten. Hierzu wurden intensiv genutzte Flächen extensiviert, Grabenböschungen abgeflacht, Gehölze gepflanzt und Feuchtbiotope geschaffen. Mit finanzieller Unterstützung der EU und der schweizerischen MAVA-Stiftung konnten nun auf ehemaligen Ackerflächen fünf große Flach­teiche vor allem für Wiesenvögel und Amphibien neu angelegt werden. Zudem wurden durch die Feuerwehr Mittelrheintal neue Nisthilfen für den Weißstorch geschaffen.
Bereits wenige Wochen später zeigte sich der Erfolg dieser Maßnahmen: Erstmals haben 2007 zwei Weißstorchpaare im Schweizer Ried gebrütet und je zwei Jungvögel erfolgreich aufgezogen. Die Flachteiche entwickelten sich zu wichtigen Lebensräumen nicht nur für Weißstörche, sondern auch die Wiesenvögel des Gebietes. Gerade in Trockenperioden halten sich beispielsweise Kiebitze bevorzugt an den Feuchtbiotopen auf. Zu den alljährlich auftretenden Gastvogelarten zählen inzwischen auch Silberreiher und Schwarzstorch.
 
Website des INTERREG IIIA-Projektes Feuchtgrünland und Storchenlebensräume:
www.feuchtwiesen-stoerche-bodensee.net
 
 
Durch gezielte Artenhilfsmaßnahmen zählt der Weißstorch wieder zu den regelmäßigen Brutvögeln im Alpenrheintal. Im Schweizer Ried in Lustenau wurden großflächig ehemalige Ackerflächen extensiviert. Im Januar 2006 wurden auf ehemaligen Ackerflächen neue Feuchtbiotope angelegt. Hohe Grundwasserstände begünstigen den Erfolg der Renaturierungsmaßnahmen.
Bereits im ersten Jahr entwickelten sich die neuen Feuchtbiotope zu attraktiven Landschaftselementen. Den Weißstörchen wurden gezielt Horstunterlagen angeboten, die bereits im ersten Jahr zu zwei erfolgreichen Bruten führten. Weißstörche und Graureiher an den neu geschaffenen Flachteichen.