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umg.info 2007 |
Aktuelles aus Wissenschaft und Forschung |
Gedächtnis und Biochemie des Gehirns
Training als Therapie für Alzheimer-Patienten?
(umg.info) Oft ist die Erinnerung an Ereignisse nicht abrufbar, obwohl die Informationen im Gehirn gespeichert sind. Durch Training lässt sich das Erinnerungsvermögen verbessern. Das Gedächtnistraining löst biochemische Veränderung in Nerven- zellen aus. Wissenschaftler haben entdeckt, dass Gedächtnis- training den Grad der Acetylierung von Histonprotein im Chro- matin erhöht - dem Material, aus dem die Chromosomen der Nervenzellen bestehen. Diese Histon-Acetylierung ist einer der Faktoren, der die Genexpression steuert, also die Umsetzung der genetischen Information. Die Bildung von Synapsen, den Kontaktstellen zwischen den Nervenzellen, wird gefördert.
Dieser Vorgang kann bei Mäusen nicht nur durch „Hirnjogging“, sondern auch durch Medikamente ausgelöst werden. Bei an Alzheimer erkrankten Tieren gelang es, das Erinnerungsver- mögen zu verbessern – möglicherweise ein neuer Ansatz in der Entwicklung von Alzheimer-Medikamenten.
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Fischer, A., Sananbenesi, F., Wang, X. Dobbin, M, Tsai, L.-H. (2007): Recovery of learning and memory is associated with chromatin remodelling. Nature (7141): 178-182
Hille-Rehfeld, A. (2007): Histon-Acetylierung – ein Schlüssel zum Gedächtnis? Biologie in unserer Zeit 37 (4): 220
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